Vereinsgeschichte
Erste Spuren
Die Geschichte des Tambouren- und Pfeifervereins Stalden geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Erste Spuren wurden in den Gemeindebüchern von Stalden gefunden. Laut Aufzeichnungen wurde nach den Kriegszügen Napoleons der Gemeinde Stalden eine Trommel geschenkt und den Staldenriedern ein Tambourmajorstock. Der Tambour und der Pfeifer gaben in den Kriegszügen den Marsch an und führten die Soldaten in den Kampf. Nicht selten waren es diese Musikanten, die einen kleinen Rest des Heeres zurück in die Heimat begleiteten. Aus diesen Zeiten wird angenommen, dass die Spielleute ihre Instrumente nach Hause mitnahmen und besonders bei kirchlichen Anlässen die Prozessionen verschönerten. Der Tambour begleitete in den Gemeinden den Herold bei den Auskündigungen und sorgte mit einem gewaltigen Wirbelschlag für die nötige Aufmerksamkeit. Betreffende Aufzeichnungen finden wir in den Gemeindeschriften. Folgende Aufzeichnungen weisen darauf hin: 1840: dem Tambour von Ried für die Trumma 54.5 Bazen, 1845: Brot und Chäs dem Tambour 15 Bazen, 1874: ein Trommelfell, 1875: dem Tambour Franz Abgottspon für eine Trommel 35 Bazen, für ein Trommelfell und Macherlohn 3.5 Bazen.
Das Entstehen des Musikvereins
In den ersten Schriften des Vereins werden die Jahre um 1890 angegeben. Der früheren Gruppe wurde jeweils bei den Auftritten die Gemeindefahne vorangetragen. 1893 trafen sich einige Staldnerfrauen und beschlossen der Gruppe ein Banner zu sticken, welches fortan bei Auftritten voran getragen wurde. Als erster Fähnrich wurde Polykarp Andenmatten bestimmt. Zur gleichen Zeit stiftete Friedrich Pierig einen Tambourmajorstock und übernahm die Führung des Spiels.
D'alt Müsig wird giboru
Vereinsfahne und Tambourstock waren vorhanden. Eine für damalige Zeiten ansehnliche Zahl Musikanten erklärten sich bereit, den Verein aus der Taufe zu heben. So trafen sich am 3. Mai 1903, 4 Tambouren und 10 Pfeifer mit Fähnrich und Tambourmajor zur Vereinsgründung im alten Schulhaus, dem ehemaligen Hotel Stalden. Die aufgestellten Statuten wurden einstimmig angenommen. Die Unterzeichnenden gelobten Vereinstreue und Kameradschaft und mit einem kleinen Fass Bier, gestiftet von Fähnrich und Tambourmajor, wurde der Vereinsbeginn eingeläutet. Zum 1. Vereinspräsident wurde Severin Clemenz bestimmt. Als Kennzeichen wurde ein Strohhut mit Feder angeschafft, getränkt jeweils in der «Lutza», damit er schön gelblich aussah. Die gemeinsamen Auftritte waren beschränkt auf Dorfanlässe. Vermehrt wurde der junge Verein aber auch zu auswärtigen Anlässen eingeladen. In den Vereinsprotokollen werden genannt:
An der Schlachtfeier in Pfyn, Vereinsfest in Staldenried, Gewerbeausstellung in Sitten, Einweihung des Lötschbergtunnels, Katholikentag in Brig usw. 1922 wurde das Vereinsjahr als schlechtes beschrieben. In Stalden wurde die Musikgesellschaft Harmonie (vielfach Blecherne Schwester genannt) gegründet. Dies bedeutete für den Verein eine erste Bewährungsprobe, denn es traten einige Musikanten zur Harmonie über (im Protokollbuch wird folgende Spruch festgehalten: «weil ihnen diese Musik moderner erschien». Mit der Zeit traten wieder einige bestandene Männer zurück in die Reihen der «Alt Müsig», einige engagierten sich sogar als Doppelmitglieder in beiden Vereinen. Dies trug dazu bei, dass sich das Klima wieder einigermassen beruhigte und so beide Vereine bis heute ihren gebührlichen Platz im Dorfe einnehmen durften.
Ein gewaltiger Einschnitt bedeutete für den Verein der Beginn des ersten Weltkriegs. Das Vereinsleben kam beinahe zum Erliegen. Nur vereinzelt traf man sich an Dorfanlässen. Die Männer wurden in den Militärdienst einberufen, andere verdienten auf den Baustellen ausserhalb des Dorfes den Unterhalt für die Familien.
Die ersten Vereinsjahrzehnte
Die kargen Auftritte schlugen sich auch auf die Vereinsfinanzen nieder. In Ermangelung von Barem wurden Bussen ausgesprochen und unbegründetes Fernbleiben mit Flüssigem beglichen: 1 Fläschchen Wein bei den Übungen, eine Schachtel Zigarren an die Mitglieder an Fronleichnam (dies wird bis heute aufrechterhalten), Schokolade und Bier von verschiedenen Gönnern und manchen Franken von unbekannten Gönnern des Vereins.
1909
Man beschloss die Anschaffung von neuen Pfeifen, 20 Stück zu 91 Rp. pro Stück. Dies sollte zu einem besseren Klang beim Zusammenüben beitragen. 1925 musste der Verein von Severin Clemenz, Tambourmajor seit der Gründung des Vereins, Abschied nehmen. Zu seinem Nachfolger wurde Ernest Zumstein bestimmt. Das Ende der 20er Jahre war geprägt durch die Primizfeiern von Stanislaus Venetz und Theodul Andenmatten. Als Folge des Scheiterns des 1930 in Visp gegründeten Kantonalen Verbandes beschlossen die Oberwalliser Vereine eine eigene Verbandsgründung. 1931 trafen sich die Vereine unter dem Visper Josef Bittel zur Verbandsgründung des Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferverbandes in Stalden. Elf Vereine unterschrieben die Gründungsschrift und versprachen, sich jedes Jahr zu einem Fest zu treffen, die Kameradschaft zu pflegen und die Musik in die Zukunft zu retten. Zum ersten Festort wurde Stalden bestimmt. Festdatum war der 11. September 1932.
Mitte der 30er Jahre
wurde wahrscheinlich der Durst der Mitglieder grösser. Um die Gönner zu entlasten wurde beschlossen eigene Reben anzuschaffen. Der Ankauf wurde von allen mitgetragen und der Kaufpreis mittels Anteilscheine bei der Dorfbank beglichen.
Die 40er Jahre
wurden wiederum durch den Ausbruch des Kriegs überschattet. Wieder kam das Vereinsleben fast zum Erliegen. Dennoch versuchte man, die Auftritte im Dorfe zu garantieren. 1942 feierten die zwei Staldner Anton Clemenz und Anton Noti ihre feierliche Primiz. Die Dorfvereine begrüssten die Primizianten auf dem Kirchplatz und begleitete sie in die Baumgärten zum Festakt. Beide werden als Missionare nach Afrika reisen.
1947
nach dem Fest in Staldenried sei beim Verein «Feuer im Dach» ausgebrochen. Bei der Rückkehr zu Fuss und Einmarsch vom «Unner Dorf» seien fast alle ziemlich umnebelt gewesen. Der Vereinspräsident habe versucht mit dem «Gannustock» den Takt anzugeben. Die Tambouren hätten gestreikt, weil ihnen der bestimmte Marsch nicht gefiel und hätten zum Protest ihre Trommeln an der Haustür des Präsidenten aufgehängt.
Zu den 1940er Jahren
soll noch eine Episode genannt werden. Auf Grund des Streiks der Tambouren, traten fast alle aus dem Verein aus. Im Protokollbuch finden wir folgende Eintragung: In Ermangelung von Übungsleitern bei den Tambouren traf sich der Tambour Aloys Anthamatten mit dem frisch gebackenen Militärtambour Pius Gsponer und der habe sofort zugesagt. Wie er einmal von dieser Zeit erzählte, sei es für ihn eine Freude gewesen, den «alten» Tambouren den Trommelschlag beizubringen. Pius hat über 10 Jahre immer wieder bei Auftritten ausgeholfen, obwohl er nicht Mitglied wurde. Er stand mit vollem Engagement der «alten Musik» zur Seite. So hat er sicherlich einen grossen Beitrag beigetragen, dass das Verhältnis der beiden Dorfmusiken in gegenseitiger Freundschaft bis heute Bestand hat. Die gegenseitige Mithilfe bei Festen und Anlässen im Dorf zeugen von diesem Umstand.
1953
50 Jahre Verein – In einer kurzen schlichten Feier wurde auf das Vergangene zurückgeschaut und in einer Jubiläumsschrift festgehalten.
1954
Eidgenössisches Fest in Basel. Der Verein entschloss sich einstimmig an diesem Fest für einmal mit dem gesamten Verein teilzunehmen. Dem Jurybericht konnte man folgende Bewertung entnehmen: «Dem Verein gehört ein grosses Lob. Endlich konnte wieder einmal ein so richtiges Trommelpiano aus dem Spiel herausgehört werden». Für die Musikanten bedeutete dieser Anlass ein wirklicher Höhepunkt.
1955
Zum zweiten Mal wurde Stalden die Ehre zuteil, das Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfest durchzuführen. Unter dem Gemeindepräsidium von Basil Noti und dem OK-Vorsitz von Alfons Clemenz wurden die Vereine herzlich empfangen. Als Höhepunkt für einen jungen Burschen war folgender Auftritt von Verbandspräsident Bittel Josef: Die Ehre das Zusammenspiel der Sektionen zu dirigieren gehörte zur Aufgabe des Verbandspräsidenten. Er nahm die Sache richtig ernst und dirigierte auf dem Balkon des alten Backhauses den «Oberwalliser» den «Ordinäri» (Kirchenmarsch und den Schoppo). Beim Schoppo wollten die Tambouren nicht so richtig im Takt trommeln. Das führte dazu, dass er den Marsch dreimal abschlug und neu begann. Als es noch immer nicht klappen wollte, ergriff er seinen Hut und warf ihn in die Menge mit dem Ausruf: «so herä wär doch üf, schämät chä»!
1959
Radioaufnahmen von Radio Beromünster in Stalden. Aufgenommen wurden Niw Tärbiner, Schoppo, Eichhorli und Kirchenmarsch. Dass diese Stücke noch lange im Archiv von Radio Bern aufbewahrt wurden, bewies die Tatsache, dass diese Stücke 1985 anlässlich der Sendung «Bergün grüsst Stalden» in der Sendung ausgestrahlt wurden.
1963
Das Jahr sollte zum Markstein werden. Der Verein unter dem Präsidium von Josef Summermatter beschloss als Uniform des Vereins die Oberwalliser Herrensonntagstracht anzuschaffen. Zur Auswahl stand auch die Uniform der Schweizer Gardisten, welche aber aus rechtlichen Gründen nicht in Betracht kam. So entschieden sich 19 Mitglieder, auf den Rat und den Wunsch des Verbandspräsidenten Josef Bittel, die Sonntagstracht als Vereinsuniform zu wählen. 1962 fand nach langer Zeit wieder eine Primiz statt. Zum ersten Mal begleitete der Verein den Primizianten Pater Emil Furrer zum Altar. Das Staunen der Bevölkerung war nicht zu übersehen und die Mitglieder marschierten mit gestrecktem Rücken zur Feier und zum Empfang. 1964 folgte dann die eigentliche Uniformeinweihung. Ein erster grösserer Auftritt mit der neuen Uniform war die Einladung zur EXPO nach Lausanne, wo wir erstmals so richtig ins Schwitzen kamen an einer 2.5 Stunden langen Umzugsroute durch die Gassen von Lausanne. Im Herbst folgte auch die Einsetzung von Fähnrich Polykarp Ruppen, der auf Hermann Zumstein folgte.
1968
Der Verein beschloss, die erste Vereinsfahne von 1893 zu ersetzen.
Paten waren Paula Abgottspon und Dr. Conrad Fux.
1972
Zum 3. Mal war Stalden Festort des Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfestes.
Unter dem Präsidium von Josef-Marie Berchtold stemmten die Staldner diese Aufgabe mit Bravour.
1974
In Visp fand zum ersten Mal im Wallis das Eidgenössische Tambouren- und Pfeiferfest statt.
Beinahe alle Sektionen gaben Visp die Ehre und trugen ein Wesentliches zum Erfolg des Anlasses bei.
1978
Anton Venetz wird zum Nachfolger von Polykarp Ruppen als Fähnrich gewählt.
1980
Um die Kameradschaft in einem anderen Rahmen zu pflegen hatten unser Tambourmajor Alfons Clemenz und der Musikdirigent Ernst Aschwanden die Idee einen Marsch zu komponieren, den man auf der Bühne gemeinsam spielen konnte. Die Freude der Zuhörer und der Musikanten war gross, und man musste ihn an Fronleichnam dreimal wiederholen. Die beiden Komponisten teilten sich das Dirigieren. Leider hatte dieses Zusammenspiel einen kurzen Schnauf, denn Schwierigkeiten am Übereinstimmen der Töne führten zum Abbruch der Übung.
1981
Zum 50-jährigen Jubiläum des Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferverbandes wurde die Feier an den Gründungsort Stalden übergeben. Die Gründersektionen und die Fahnendelegationen der anderen Vereine trafen sich zu einer schlichten Geburtstagsfeier.
1982
Der Verein beschliesst die Teilnahme am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest in Schwyz.
1990
Zum 2. Mal war das Wallis mit Naters Austragungsort des Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfestes.
1991
Anschaffung der 3. Vereinsfahne. Die alte Fahne hatte dem Wetter und dem Wind über 20 Jahre standgehalten. Paten waren Elvira Abgottspon und Roman Ruppen. Anton Noti wird zum Veteranenobmann des OWTPV ernannt.
1994
Stalden wird zum 4. Mal Austragungsort des Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfestes. An diesem Fest gab Bernhard Clemenz als Oberwalliser-Verbandspräsident seinen Einstand. Er wurde an der Delegiertenversammlung als Nachfolger von Charly Summermatter ernannt. OK-Präsident war Franz Abgottspon. Als Verbandsfänner wurde Josef Summermatter ernannt.
1996
Unterwalliser Fest in Savièse. Unser Verein war Gastsektion. Unsere Jungmusikanten trugen ein Wesentliches zur Stimmung an diesem Fest bei. Die neu gegründete Veteranenvereinigung wählte Stalden zum Austragungsort der Veteranentagung.
1997
Marcel Berchtold wird als Nachfolger von Anton Venetz zum Vereinsfähnrich gewählt.
1998
Eidgenössisches Fest in Solothurn.
Der Verein belegte den guten 7. Rang.
2000
2. Kantonales Tambouren- und Pfeiferfest in Saas-Grund. Es war seit 1931 erst das zweite Mal dass sich Ober- und Unterwalliservereine gemeinsam zum Fest trafen. Leider ist es dabei bis heute geblieben.
2001
Ostschweizerisches Tambouren- und Claironfest in Lüchingen.
Der Verein nahm als Gastsektion am Fest teil.
2002
Empfang von Beni Furrer als Behinderten Olympiasieger.
Eidgenössisches Tambouren- und Pfeiferfest in Siders. Der Verein platzierte sich auf dem 6. Rang.
2003
100-Jahrfeier der Gründung im Jahre 1903. Der Geburtstag wurde während drei Tagen gebührend gefeiert. Die 100-Jahr-Geschichte wurde in einem Jubiläumsbuch für die Nachwelt festgehalten. Und dann war da noch der Besuch der «Wettstei clique Basel» in Stalden und unser Gegenbesuch im darauffolgenden Jahr in der Rheinstadt im Zeichen der Kameradschaftspflege.
2005
Teilnahme am Unterwalliser Fest in Savièse.
Unsere Jungmusikanten sorgten zu vorgerückter Stunde für Stimmung im stimmungslosen Festzelt.
2006
Neuinstrumentierung mit Trommeln und Natwärischpfeifen. Höhepunkt: Einladung an die Olympischen Winterspiele in Turin anlässlich des Walliser Tages. Einmaliges Erlebnis mit Märschen durch die Steinarkaden von Turin. Teilnahme am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest in Basel. Der Verein belegte beim Sektionswettspiel den 8. Schlussrang.
2007
Teilnahme am grossen OGA-Umzug in Brig.
2008
Eidgenössisches Jungtambouren- und Pfeiferfest in Zofingen. In den Einzelkategorien belegten unsere Jungmusikanten hervorragende Resultate.
2009
Konzert des STPV-Jugendlagers in unserem Dorf.
Auch Mitglieder aus unserem Verein haben teilgenommen.
2010
Teilnahme am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest in Interlaken. Das regnerische Wetter trug nicht gerade viel zur Feststimmung bei. Die an den Wettspielen teilnehmenden Gruppen- und Einzelwettspielern vermochten ansprechende Resultate zu erzielen und wurden gebührend gefeiert.
2012
Erfolgreiche Teilnahme der Jugend am Eidgenössischen Jungtambouren- und Pfeiferfest in Savièse mit beiden Festsiegern bei den Pfeifern sowie Tambouren.
2013
Nach über 20 Jahren übergab unser Tambourmajor Bernhard Clemenz den Tambourstock an Martin Berchtold. In einer stimmungsvollen Feier fand die Übergabe im alten Dorfteil statt.
2014
Teilnahme am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest in Frauenfeld. Die Pfeiferin Carole Huber spielte sich in die Finalrunde. Wieder einmal traten die Tambouren als Gruppe an und erreichten den 2. Rang. Der Verein feierte den 7. Rang.
2015
Am Oberwalliserfest in Bürchen wurde Verbandspräsident Bernhard Clemenz zum OWTPV-Ehrenpräsidenten des Verbandes ernannt.
2016
Zum gepflegten Klang der Musik wurden neue Pfeifen angeschafft.
2018
Unser Verein nimmt an der Vifra in Visp teil.
Ehrengast: Region Stalden
2020
Es sollte mit dem 79. Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfest, zum 5. Mal in der Vereinsgeschichte, ein Höhepunkt in Stalden werden. Beinahe alles war zum Fest bereit, doch dann schlug der «Coronavirus» unbarmherzig ins Geschehen ein und brachte das Vereinsleben fast völlig zum Stillstand.
2021
In einer schlichten Feier wird das Banner des TPV Stalden von Fähnrich Marcel Berchtold an seinen Schwiegersohn Philipp Juon übergeben.
2022
Nach zwei Jahren Verschiebung darf der TPV Stalden mit vollem Stolz sein 79. Oberwalliser Tambouren und Pfeiferfest in ihrem Heimatdorf Stalden austragen.
Im Mai wird das vierte Vereinsbanner in der Vereinsgeschichte eingeweiht.
Fahnenpaten; Stefan und Nadine Summermatter-Juon
2023
Teilnahme am Eidg. Fest in Savièse und am Unterwalliser Tambouren- und Pfeiferfest in Lourtier.
2024
Projektstart «Stalu&Ried» mit dem Nachbar-Verein TPV Staldenried.
Gemeinsam als Freitags-Abendprogramm traten wir im OWTPV-Fest im Nachbarort Eisten auf.
2025
Das Projekt «Stalu&Ried» geht in die nächste Runde.
Nachdem unser Auftritt in Eisten grossen Anklag fand, durften wir gemeinsam ein Konzert in Staldenried sowie auch bei uns in Stalden halten.
Nach dreizehn Jahren fand endlich wieder ein Eidgenössisches Jungtambouren- und Pfeiferfest
in Lenzburg statt. Auch die jüngsten von uns, haben den TPV Stalden mit Stolz vertreten.
Nach neun Jahren haben unsere alten Pfeifen ausgedient und es werden neue angeschafft.
2026
Eine kleine Gruppe Tambouren nahmen am 25. Ostschweizer Tambouren- und Pfeiferwettspiele in Appenzell teil. Venetz Michel belegete im Einzelwettspiel T3 den ersten Rang. Auch die Sektion Stalden legte mit dem zweiten Rang ein sensationelles Resultat hin.
Besonders Stolz
Im Verlaufe der Jahre konnten wir mit Astrid Schnidrig, Carlo Abgottspon, Iwan Bertholjotti, Aldo Furrer, Janine Rüessegger-Ruppen, Judith Brigger-Berchtold, Luciano Noti, Alessandro Noti und Rinaldo Noti viele Erfolge feiern und sie alle konnten sich in verschiedenen Kategorien als Meister an Wettspielen auszeichnen lassen.
Severin Schaller, Marinus Kalbermatter, Hans Furrer, Meinrad Kalbermatter, Roger Schnydrig, Rinaldo Noti, Roger Burgener, Martin Venetz und Alessandro Noti konnten sich über besondere Leistungen erfolgreich zu Militärtambouren ausbilden lassen.
Schlussgedanken
Der Verein Stalden hat in seiner fast 120-Jährigen Geschichte viele Höhen und Tiefen erlebt, konnte sich aber bis heute im Dorfgeschehen behaupten. Mit den Gründern und den heutigen stolzen Anzahl Musikantinnen und Musikanten darf das Dorf stolz sein auf seine «Alt Müsig». Mit dem Liedtext von Karl Burgener und Ludwig Imesch schliessen wir diesen Bericht:
«Wier si di alti Müsig, an jedum Fäscht bereit.
Wier trummä und wier pfifä, das tent nit appa leid.
Wenn ischi Pfifä jüzund, erwachut jedä Totsch,
und wenn die Trummä rumplund, de ischt das appas flotsch.
Die hibschu Brüch und Trachtä, die gfallund isch so güöt,
in ischu Müsikantu läbt richtigs Walliserblüöt.
Die altu Melodije, mu selti das verstah,
die sellund witer läbu, bi isch nit unnergaa.»